Die wichtigsten Zutaten für California Raisins: Sonne, Geduld und Sorgfalt

Die Hälfte der Trauben wird in Kalifornien nach wie vor traditionell per Hand geerntet. Erfahrene Landarbeiter pflücken die Trauben von den Reben und legen sie auf saubere Papierstreifen zwischen den Rebstock-Reihen. Während der 2-3-wöchigen Trocknung bei Temperaturen um 40°C werden die Rosinen immer wieder gewendet, um von allen Seiten genug Sonneneinstrahlung zu bekommen. Dadurch erhalten sie ihren ganz besonderen, karamellig-süßen Geschmack. Nach rund zwei bis drei Wochen werden die Papierstreifen vorsichtig in Bündel zusammengerollt, um die Beeren vor Wind und Staub zu schützen. Nach einigen weiteren Tagen des Trocknens werden die Rosinen in großen Holzkisten eingesammelt.

 

Mechanische Ernte: Schonende Innovation

Um das Jahr 2000 kamen die ersten mechanischen Erntemaschinen auf, die durch die Rebstock-Reihen fahren. Diese Maschinen haben „Finger“, die vorsichtig die einzelnen Trauben von der Rebe pflücken. Rund 35% der Rosinenernte wird heute mechanisch gepflückt. Die „Dried on the vine“-Methode macht die restlichen 15 Prozent der Ernte aus. Dabei trocknen die Trauben direkt an den Rebstöcken, die in der Mitte der Reihen wie ein Baldachin zusammenwachsen. Durch die Durchtrennung der oberen Stämme wird der Nährstoff- und Wasserzufluss unterbrochen, und die Trauben trocken bis zu acht Wochen direkt am Weinstock. Die mechanischen Erntegeräte fahren dann unterhalb der Spaliere entlang, und die mechanischen „Finger“ ziehen die getrockneten Beeren direkt von den Reben ab.

Unabhängig von der Erntemethode werden alle sonnengetrockneten Rosinen schließlich in Holzbehälter gefüllt, um den Feuchtigkeitsgehalt untereinander auszugleichen. Die Behälter werden gestapelt und abgedeckt, um die Rosinen warm zu halten und den trockeneren Rosinen zu ermöglichen, Feuchtigkeit aus den saftigeren Rosinen zu ziehen. Dann werden die Kisten zu mehreren Verpackstationen im Central San Joaquin Valley transportiert.